Selbstzweifel und ADHS: Ursachen des Imposter-Gefühls

Oft leide ich an massiven Selbstzweifeln hinsichtlich eigener Fähigkeiten, Leistungen und Erfolge und glaube, dass ich anderen vorgemacht habe, ich sei kompetenter, als ich es tatsächlich bin, obwohl es eindeutige Beweise für meine Kompetenz gibt. Es ist das Gefühl, eigene Erfolge nicht verdient zu haben. Ich denke „Ich habe nur Glück gehabt“ oder „Irgendwann merken alle, dass ich eigentlich nichts kann“.

Als Mensch mit ADHS kann ich sehr gut sein – aber nicht zuverlässig und konstant. Das heißt z.B., dass Wissen nicht immer abrufbar, Können nicht immer machbar und überhaupt alles schwierig ist. Ich denke: „Wenn ich es nicht immer kann, dann kann ich es eigentlich nicht richtig.“

Dieses „Mantra“ wird durch Dysregulation der Selbstwahrnehmung verstärkt: Negative Erfahrungen wiegen mehr als positive. Es wird schwieriger, Lob anzunehmen, ja sogar sich über Lob zu freuen fällt schwer. Irgendwie fühlt man sich als Hochstapler, der nur vorgibt etwas zu können – das macht Stress.

Das Imposter-Gefühl bedeutet nicht, dass jemand inkompetent ist oder sich etwas nicht verdient hätte.
Kompetenz + fehlende innere Anerkennung + Unvorhersehbarkeit bei ADHS = Imposter-Gefühl

Es ist ein Sch…GEFÜHL.


Trotz offensichtlicher Beweise für ihre Fähigkeiten sind
Betroffene davon überzeugt, dass sie sich ihren Erfolg erschlichen und
diesen nicht verdient haben. Personen, die vom Imposter-Phänomen
betroffen sind, erklären ihre Leistungen, die von Mitmenschen als
Erfolge angesehen werden, durch Glück, Zufall oder sehen sie als
überschätzt an. Betroffene fühlen sich durch diese erlebten
Selbstzweifel wie Hochstapler und haben Angst als solche entlarvt zu werden.

Für das Imposter-Phänomen gibt es in der Forschung
verschiedene Definitionen, was eine einheitliche Erfassung erschwert.
Das Imposter-Phänomen betrifft verstärkt Frauen und Minderheiten, außerdem gibt es Zusammenhänge mit verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften (z. B. Selbstwert oder Perfektionismus).
Das Imposter-Phänomen wirkt sich auf das (psychische) Wohlbefinden von
Betroffenen aus. Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen können zu
einem besseren Umgang damit führen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Imposter-Ph%C3%A4nomen



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